Donnerstag, 27. Oktober 2016

INTR°A - PROJEKTPREIS FÜR KOMPLEMENTARITÄT DER RELIGIONEN

Ausschreibung, Jury und bisherige Preisträger

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INTR°A, die Interreligiöse Arbeitsstelle in Nachrodt (Westfalen), arbeitet seit 1990 an der Verständigung zwischen den Religionen. Deshalb hat ihr die  Stiftung Apfelbaum  - Lernprojekt für Ko-Evolution und Integration in Köln diesen INTR°A-Projektpreis ermöglicht.
Mehr zur Stiftung Apfelbaum: hier  
  
INTR°A vergibt diesen Preis jährlich an einzelne Personen, Gruppen oder Einrichtungen, die in Wort und Tat für Komplementarität der Religionen eintreten. Menschen, die solche Projekte betreiben oder kennen, sind eingeladen, Bewerbungen bei INTR°A einzureichen.
Eine unabhängige Jury entscheidet über die Vergabe des Preises.
  Was wird erwartet ?
  • Innovative Projekte, die im Sinne von Toleranz und Versöhnung zwischen den Religionen bereits Wirkungen gezeigt haben oder Anstöße zu neuem Denken und Handeln geben.

  • Arbeiten, die einen eindeutigen Bezug zu interreligiöser Praxis haben, Ausstellungen, Partnerschaftsprojekte u.ä. zum interreligiösen und interkulturellen Lernen und Zusammenleben und vergleichbare Arbeitsvorhaben.

  • Eine ausführliche und wissenschaftlich fundierte Projektbeschreibung, in der das Projekt in angemessener Weise dargestellt wird. Die Beschreibung ist in deutscher und englischer Sprache möglich. Es wird erwartet, dass die Bewerbung einschließlich weiterer Materialien nur als E-Mail mit entsprechenden Mail-Anhängen  geschickt wird.
    Die Jury wird gegebenenfalls um weitere Informationen bitten oder das entsprechende Projekt vorher besuchen.
Es wird ein Preisgeld von  5.000 €  ausgesetzt.

Mitglieder der Jury
  • Dr. Alice Schumann (Koordination), Köln
    E-Mail: Al.Schumann@t-online.de
  • Bart ten Broek, Den Haag (NL)
  • Dr. Reinhard Kirste, Nachrodt
  • Prof. Dr. Dr. Manfred Kwiran, Wülperode
  • Silke Wollinger-Helwig, Esslingen

Die Bewerbungsfrist endet am 31. Mai 2017

Der diesjährige INTR°A - Projektpreis wird im Rahmen einer Konferenz am 18. September 2016 in der Thomas-Morus-Akademie Bensberg (bei Köln) verliehen.


Porträts bisheriger Preisträger und Projekte:
  • 2003:   Werkstatt Religionen und Weltanschauungen, Berlin
               
  • INTR°A-GRUSSWORT 2016: 
    Seit 1993 präsentiert die "Werkstatt Religionen und Weltanschauungen" in Berlin
    als Kulturen übergreifende Initiative die verschiedensten Begegnungsmöglichkeiten.
    Kunst und Gespräch bilden hierbei einen besonderen Schwerpunkt
    mit intensiven Workshops und attraktiven "Events".

    Aus diesem Grunde hat die Interreligiöse Arbeitsstelle (INTR°A) bereits 2003
    ihren Projektpreis für Komplementarität der Religionen an diese Einrichtung vergeben.

    Die Werkstatt hat sich kontinuierlich auch durch viele ehrenamtlich Engagierte weiter entwickelt und umfasst inzwischen viele Facetten des praktischen interreligiösen Dialogs.
    Darum eine herzliche Gratulation und viele gute Wünsche für weitere engagierte Möglichkeiten, damit durch die friedliche Begegung der Religionen auch der Frieden in der Stadt gestärkt werden kann.
    Für die Interreligiöse Arbeitsstelle (INTR°A)
    Dr. Reinhard Kirste




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                       INTR°A  Project-Award 

               for the Complementation of Religions


    Invitation
    INTR°A, the Interreligiöse Arbeitsstelle (Institute for Interreligious Studies) at Nachrodt (Westphalia, Germany), has been promoting the understanding between the religions ever since 1990. Therefore, the Foundation Appletree - Training Project for Co-Evaluation and Integration in Cologne has enabled the INTR°A Project-Award.

    The award will be granted annually. It is designed for individuals, groups or institutions that promote the complementation of the religions in word and deed. Whoever is involved in or knows about such a project is invited to submit their project description to INTR°A.
    An independent jury will decide about the award.
     

    What will be expected ?
    • Innovative activities that already have effectively promoted tolerance and reconciliation between the religions or inspired new models of interaction.

    • Projects with clear implications for interfaith practice, such as exhibitions, partnerships, models of practical cooperation and similar activities.

    • A detailed, scholarly description of a project, appropriately conveying an idea of the aims and means. Such a description can be submitted either in German or English. We expect that the application will be sent only  by e-mail including further materials in the attachments. If necessary the jury will ask for further informations and should have the opportunity to gain a personal impression of the work in progress.

    The award amounts to  5.000 €.
     

    Members of the jury:
    • Dr. Alice Arcana Schumann (coordination), Cologne
      e-mail: Al.Schumann@t-online.de 
    • Bart ten Broek, The Hague (NL)
    • Dr. Reinhard Kirste, Nachrodt
    • Prof. Dr. Manfred Kwiran, Wülperode
    • Silke Wollinger-Helwig, Esslingen

    Closing date will be 2016, May 31:  Project descriptions must be submitted
     

    The INTR°A Project Award will be granted on the occasion of a conference in September 2016 (see above).




    Montag, 17. Oktober 2016

    John Hick und die religionsplualistische Theologie (aktualisiert)

    Der Theologe und Religionsphilosoph John Hick (1922-2012) ist einer der bedeutendsten Vordenker für ein neues Verständnis des Christentums gegenüber den anderen Weltreligionen. Sein Denken ist unter dem Stichwort der religionspluralistischen Theologie weltweit bekannt geworden und prägt die gesamte Debatte zum Dialog der Religionen.

    1.  PDF-Dokumente zum Download

    • Birthday Letter 90th - John Hick schreibt zum 90. Geburtstag (20.01.2012)
      an seine Freunde 
      und gibt einen kurzen Lebensbericht

    Neuausgabe von 2001/2002 als PDF-Datei (2012):
    Gott und seine vielen Namen:  

    2.  Buchrezensionen zu John Hick-Büchern

    Donnerstag, 13. Oktober 2016

    Abdoldjavad Falaturi - Brückenbauer zwischen islamischen und europäischen Denktraditionen

    Prof. Dr. Abdoldjavad Falaturi (geb. 26.01.1926 in Isfahan, gest. 30.12.1996 in Berlin) gehört zu den bedeutenden islamischen Gelehrten der Gegenwart. Ihn zeichnete eine große Sachkompetenz und Dialogoffenheit aus. Durch seine Veröffentlichungen und Forschungsprojekte gelang es ihm, die unterschiedlichen Denkweisen zwischen islamischen Traditionen und den Philosophien bzw.Theologien Europas vermittelnd darzustellen. 
    In Isfahan (Iran) studierte Falaturi bereits den vielfältigen Ausbildungsgang "Islamische Wissenschaften". Er beendete ihn mit dem akademischen Idjitihad-Grad (= Kompetenz eigenständiger Rechtsfindung) in Maschad.

    1954 kam der Wissenschaftler nach Deutschland, um hier Philosophie, Vergleichende Religionswissenschaft und Psychologie zu studieren. 1962 promovierte er mit einer Arbeit “Zur Interpretation der Kantischen Ethik im Lichte der Achtung” an der  Universität zu Köln. Von 1974-1991 lehrte er dort als Professor für Philosophie und Islamwissenschaften. 
    Er gründete die Islamische Wissenschaftliche Akademie (IWA) zu Köln
    und baute die
    Kölner Schia-Bibliothek auf. Sie gehört zu den bedeutendsten Sammlungen schiitischer Literatur in Europa. 

    Der private bibliothekarische Nachlass wurde von der Islamischen Akademie Deutschland in Hamburg übernommen.

    Die große Wertschätzung des Kölner Professors auch durch islamische Autoritäten gipfelte darin, dass die angesehene (sunnitische) Al-Azhar-Universität in Kairo den Schiiten Falaturi zum Mitglied des "Obersten Rates für Angelegenheiten der Islamischen Welt" ernannte.

    Falaturis Engagement lag darin, den Islam als gegenwärtige glaubwürdige Denk- und Lebensweise zu verdeutlichen. Dazu gehörten exegetische und historische Forschungen und die Erarbeitung religionspädagogischer Analysen.  Er wollte zugleich einen weltoffenen Islam, der sich nicht auf politische, geografische und kulturelle Abhängigkeiten einließ. Dadurch wurde er auch zu einem Brückenbauer des christlich-islamishen Dialogs und des interreligiösen Lernens. 
    Herausragendes Projekt der religionspädagogischen Arbeit bildete das internationale Kölner Schulbuchprojekt, das Falaturi zusammen mit dem Religionswissenschaftler Udo Tworuschka leitete. Mit zahlreichen Mitdenkenden - auch aus der Schulpraxis - untersuchten sie Schulbücher der Fächer Erdkunde, Geschichte und Religion sowie audio-visuelle Medien. Sie analysierten die (oft falschen) Islam-Präsentationen und leiteten daraus entsprechende Folgerungen zur verbesserten Darstellung ab.  Im Blick auf die deutschen Unterrichtsmaterialien arbeitete Falaturi eng mit dem Georg-Eckert-Institut für Internationale Schulbuchforschung in Braunschweig  zusammen. Seinem Wirken ist es zu danken, dass nach und nach in allen offiziellen deutschen Schulbüchern der Zeit zwischen 1980 und 1990 die antiislamischen Vorurteile beseitigt werden konnten.

    Literatur von und über Abdoldjavad Falaturi
    • In Vorbereitung: Mahdi Esfahani / Hamid Reza Yousefi / Parviz Falaturi (Hg.):
      ---
      Abdoldjavad Falaturi. Die Umdeutung der griechischen Philosophie
      durch das islamische Denken.
      Würzburg: Königshausen & Neumann 2016 (4. Quartal), 240 S.
      Verlagshinweise: hier

    Mittwoch, 12. Oktober 2016

    Garten der Religionen - interreligiöse Vielfalt

    In dem Garten liebliche Gesänge
    in der Aue klarer Wasserstrahl!
    Diese voll von vielgefärbten Tulpen,
    jener voll von Früchten ohne Zahl.
    Einen Teppich breiteten die Winde
    schillernd in der schattgen Bäume Saal.
    Muslih Ad-Din Sa'di: Der Rosengarten (entstanden 1258).
    Leipzig-Weimar: Kiepenheuer / Bremen: Schünemann 1982, S. 16

    An der Jakobspforte


    Lesen im Buch der Zeit

    Shinto-Laterne




    Japanisches Leuchten

    Der Engel des Dialogs




    Die Fülle des Engels
    RONDO



    Davidsstern


    Spitze des Minaretts



    Mond-Zeichen








    Weltenei im Dreiklang





















    Mond im Sommer-Wind

    Spirale des Ewigen

    Buch-Schwingung


    Ahnenbarke


    Mutabor - ich werde verwandelt



    Der Planet des kleinen Prinzen


    Friedens-Zeichen


    Das Zeugnis des Buddha
    Hinduismus - OM



    Der achtsame Buddha



    In der Tiefe des Blau



    Christus hat keine Arme
    --- nur unsere Hände ...






    Yin und Yang

    Japanische Pagode
    Engel


    Ahnung des Ewigen



    QR-Code: Dialog der Religionen





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